Hinaus aus der Stadt und hinein in die Sommerfrische. Ein belebter Sommer für den Schweizer Tourismus

3. September 2021 (in English / en Francais)

In den vergangenen 8 Wochen fielen Kartenzahlungen für Übernachtungen in der Schweiz um 20% höher aus als im gleichen Zeitraum im Jahr 2020 und um 10% höher als 2019. Inlandsausgaben von Schweizer Konsumenten für Übernachtungen verblieben auf dem hohen Niveau von 2020 (+0.7%). Jedoch wurde in diesem Jahr der Umsatz aus Übernachtungen durch einen Anstieg der Ausgaben ausländischer Touristen um 76% im Jahresvergleich stark gestützt. Nichtsdestotrotz blieben ausländische Ausgaben für Übernachtungen in der Schweiz im Vergleich zum Vor-Covid-Niveau von 2019 tief (-28%).

Abbildung 1. Wöchentliche Kartenzahlungen in der Händlerkategorie «Übernachtungen» in Millionen CHF nach Herkunft des Karteninhabers.

Allerdings haben nicht alle Regionen des Landes gleichermassen von der Tendenz zum Heimaturlaub und der Erholung des ausländischen Tourismus profitiert. In den vergangenen 8 Wochen übertrafen die Kartenzahlungen für Übernachtungen in ländlichen Gebieten das Niveau von 2019 klar um 31%. Im Gegensatz dazu fielen die Ausgaben für Übernachtungen in Stadtzentren im gleichen Zeitraum 13% tiefer aus als vor der Pandemie.

Abbildung 2. Wöchentliche Kartenzahlungen bei Händlern der Kategorie «Übernachtungen» in Millionen CHF nach Agglomerationstyp.

Auch wenn sich der Auslandstourismus insgesamt im Vergleich zu 2020 stark erholt hat, zeigen Kartenausgaben (für alle Händlerkategorien), dass diese hauptsächlich von europäischen Gästen stammen, während Gäste aus Übersee immer noch sehnlichst vermisst werden. In den vergangenen 8 Wochen übertrafen die Ausgaben deutscher und französischer Karteninhaber in der Schweiz das Niveau von 2019 um 13%. Im Vergleich dazu waren die Ausgaben chinesischer Karteninhaber um 85% tiefer als im gleichen Zeitraum im Jahr 2019.

Abbildung 3. Wöchentliche Kartenzahlungen in allen Händlerkategorien in Millionen CHF nach Herkunft der Karteninhaber.